Baufinanzierung zu 110 Prozent
Der Wunsch nach einem Eigenheim ist nach wie vor eine der meist gehegten Zukunftsvorstellungen der Deutschen. Trotz stagnierender Einkommen, der Abschaffung der Eigenheimzulage und allmählich wieder anziehenden Zinsen am Kapitalmarkt wollen viele Menschen nicht auf die eigenen vier Wände verzichten. Den Fachmann wundert dies nicht, denn schließlich genießt der Besitzer eines Hauses einige attraktive Vorteile. So stellt eine Immobile einen von Kursschwankungen und Inflationsgefahren unabhängigen, dauerhaften Wert dar.
Der Nachteil beim Erwerb oder beim Bau einer Immobile ist, dass zunächst einmal recht hohe Liquiditätsanforderungen erfüllt sein müssen. Neben den reinen Erwerbskosten fallen zusätzlich auch noch die Erwerbsnebenkosten an, die etwa 10 Prozent des Immobilenwertes ausmachen.
Hat ein Interessent also selbst kein Eigenkapital zur Verfügung, so benötigt er eine 110 Prozent Baufinanzierung. Diese ermöglicht den Erwerb einer Immobile inklusive aller Nebenkosten ohne Eigenkapital. Die 110% Baufinanzierung hat allerdings den Nachteil, dass aufgrund des gestiegenen Risikos für den Darlehensgeber meist ein höherer Zinssatz einkalkuliert werden muss.